Wellness Project
Die Gesundheitsdatenquellen und die Wissenschaft hinter Wellness Project
Die KI-Beraterinnen und -Berater in Wellness Project stützen sich auf die unten aufgeführten maßgeblichen Referenzen. Diese Seite dokumentiert auch die wissenschaftliche Grundlage jeder Gesundheitskennzahl, die die App berechnet. Konsultiere für jede medizinische Entscheidung eine zugelassene Fachperson.
Metrische Methoden
TDEE (Gesamter täglicher Energieverbrauch)
Die App schätzt den täglichen Kalorienverbrauch mit einer von drei Methoden, automatisch gewählt je nach verfügbaren Daten:
- Mifflin-St-Jeor-Formel (primär): Grundumsatz abgeleitet aus Gewicht, Größe, Alter und Geschlecht, skaliert mit einem Aktivitätsfaktor aus Schrittzahl und erfasster Trainingsintensität. Referenz: Mifflin MD et al., "A new predictive equation for resting energy expenditure in healthy individuals," American Journal of Clinical Nutrition, 1990.
- Katch-McArdle-Formel (Weg über Magermasse): Wird verwendet, wenn aktuelle Körperzusammensetzungsdaten vorliegen. Der Grundumsatz wird aus der Magermasse statt dem Gesamtgewicht abgeleitet. Referenz: McArdle WD, Katch FI, Katch VL, Exercise Physiology: Nutrition, Energy, and Human Performance.
- Adaptiver TDEE (Rückrechnung): Bei ausreichender Protokollhistorie wird der TDEE aus dem Zusammenhang zwischen beobachteter Kalorienzufuhr und geglättetem Gewichtstrend per exponentiell gewichtetem gleitendem Durchschnitt und Regressionsanalyse rückgerechnet. Konzeptionelle Grundlage: Hall KD et al., "Quantification of the effect of energy imbalance on bodyweight," The Lancet, 2011; Thomas DM et al., "Time to correctly predict the amount of weight loss with dieting," Journal of the Academy of Nutrition and Dietetics, 2014.
NSI (Normalized Strength Index)
Der NSI bewertet einen Kraftsatz relativ zu Bevölkerungsstandards für Körpergewicht, Alter und Geschlecht des Nutzers.
- 1RM-Schätzung: Abgeleitet aus einer validierten Vorhersagegleichung anhand des gehobenen Gewichts und der ausgeführten Wiederholungen. Referenz: Lander J, "Maximums based on reps," National Strength and Conditioning Association Journal, 1985; Brzycki M, "Strength testing: predicting a one-rep max from reps-to-fatigue," Journal of Physical Education, Recreation & Dance, 1993.
- Populationsbasierte Kraftstandards: Benchmarks pro Übung, interpoliert nach Körpergewicht und angepasst nach Altersfaktor, abgeleitet aus veröffentlichten normativen Kraftdaten und Forschung zur allometrischen Skalierung. Quellen: Haff GG & Triplett NT (Hrsg.), Essentials of Strength Training and Conditioning, 4. Aufl., NSCA; Jaric S, "Muscle strength testing: use of normalisation for body size," Sports Medicine, 2002.
- Altersanpassung: Kraftstandards werden nach Alter skaliert, um den dokumentierten Rückgang der maximalen Kraftentfaltung über die Lebensspanne abzubilden. Referenz: Pearson SJ et al., "Muscle function and ageing," Scandinavian Journal of Medicine & Science in Sports, 2002.
Fit Score (täglicher Gesamtwert 0-100)
Der tägliche Fit Score kombiniert Trainingsleistung, Schlaf, Ernährung, Erholung, Aktivität und subjektives Wohlbefinden zu einem einzigen Wellness-Index von 0 bis 100. Komponenten normalisieren sich neu, wenn an einem Tag Daten fehlen. Die zugrunde liegenden Methoden für jeden Bereich sind in den einzelnen Metrik-Abschnitten auf dieser Seite dokumentiert.
Schlaf-Score (0-100)
Wenn Phasendaten von einem verbundenen Wearable vorliegen, nutzt der Score vier Komponenten. Ist nur die Dauer verfügbar, skaliert die Dauerkomponente auf 100 %.
- Dauer: Bewertet gegen die empfohlene nächtliche Schlafdauer für Erwachsene. Referenz: Hirshkowitz M et al., "National Sleep Foundation's sleep time duration recommendations," Sleep Health, 2015.
- Tiefschlaf: bewertet gegen veröffentlichte normative Tiefschlafwerte für Erwachsene. Referenz: Ohayon M et al., „Meta-analysis of quantitative sleep parameters from childhood to old age in healthy individuals“, Sleep, 2004.
- REM-Schlaf: Bewertet gegen veröffentlichte normative REM-Werte für Erwachsene. Quelle: Ohayon M et al., "Meta-analysis of quantitative sleep parameters from childhood to old age in healthy individuals," Sleep, 2004; Carskadon MA & Dement WC in Principles and Practice of Sleep Medicine.
- Aufwachphasen: Bewertet anhand klinischer Leitlinien zur Schlafkontinuität. Referenz: American Academy of Sleep Medicine, International Classification of Sleep Disorders.
Erholungswert (0-100)
Der Erholungswert fasst physiologische und subjektive Signale in einem einzigen Bereitschaftsindex zusammen.
- HRV: RMSSD-Werte im Vergleich zum persönlichen rollierenden Ausgangswert des Nutzers. Da die HRV stark individuell ist, wird der persönliche Ausgangswert stärker gewichtet als Bevölkerungsnormen. Quelle: Plews DJ et al., "Training adaptation and heart rate variability in elite endurance athletes," Sports Medicine, 2013; Shaffer F & Ginsberg JP, "An overview of heart rate variability metrics and norms," Frontiers in Public Health, 2017.
- Ruhepuls: Verglichen mit der persönlichen Baseline des Nutzers und Bevölkerungsnormen. Ein niedrigerer Ruhepuls korreliert mit besserer kardiovaskulärer Fitness und Erholung. Referenz: Leitlinien der American Heart Association zum Ruhepuls als kardiovaskulärer Risikomarker.
- Schlaf: Stunden aus Wearable oder manueller Eingabe erfasst. Referenz: AASM-Empfehlung von 7-9 Stunden für Erwachsene.
- Wohlbefinden: Selbst angegebene Energie, Stimmung, Muskelkater und Stress. Muskelkater und Stress werden invertiert (höherer Muskelkater/Stress = geringere Erholung).
Herzfrequenzvariabilität (HRV)
Die App erfasst und zeigt RMSSD (Root Mean Square der aufeinanderfolgenden RR-Intervall-Differenzen) in Millisekunden, die am besten validierte kurzzeitige HRV-Kennzahl für sportliches Monitoring.
- Messung: Stammt von Apple Health, Fitbit, Oura oder Google Health Connect. Jeder Anbieter nutzt seine eigene validierte Erfassungsmethode (nächtlicher Durchschnitt oder Morgenwert).
- Interpretation: Im Vergleich zur eigenen gleitenden Baseline des Nutzers, nicht zu Bevölkerungsdurchschnitten, da absolute HRV-Werte zwischen Individuen stark variieren. Referenz: Plews DJ et al., "Comparison of heart-rate-variability recording with smartphone photoplethysmography, Polar H7 chest strap, and electrocardiography," International Journal of Sports Physiology and Performance, 2014.
- Readiness-Signal: Ein deutlicher Abfall unter die persönliche Baseline (besonders in Kombination mit erhöhtem Ruhepuls) wird als Erholungs-Flag verwendet. Quelle: Buchheit M, "Monitoring training status with HR measures: do all roads lead to Rome?" Frontiers in Physiology, 2014.
Referenzorganisationen & Publikationen
Allgemeine Gesundheits- und medizinische Informationen
Sportwissenschaft & Fitness
- American College of Sports Medicine (ACSM)- Trainingsrichtlinien, Zertifizierungen und Positionspapiere
- National Strength and Conditioning Association (NSCA)- Kraft- und Konditionstraining-Forschung
- American Council on Exercise (ACE)
- Journal of Strength and Conditioning Research
Ernährung & Diätetik
Laufen & Ausdauer
- USA Track & Field (USATF)- Nationaler Dachverband für Leichtathletik und Straßenlauf
- Journal of Applied Physiology- Ausdauer- und Sportphysiologie-Forschung
- International Journal of Sports Physiology and Performance
Physiotherapie & Reha
- American Physical Therapy Association (APTA)
- Journal of Orthopaedic & Sports Physical Therapy (JOSPT)- Klinische Rehabilitation und muskuloskelettale Forschung
- National Athletic Trainers Association (NATA)
Langlebigkeit & gesundes Altern
- National Institute on Aging (NIA)
- American Federation for Aging Research (AFAR)
- Buck Institute for Research on Aging
- Cell Metabolism- Fachzeitschrift für Longevity und Stoffwechselforschung
Schlaf & Erholung
- American Academy of Sleep Medicine (AASM)- Klinische Schlafleitlinien und Forschung
- National Sleep Foundation
- NIH National Heart, Lung, and Blood Institute - Sleep
Herzgesundheit & Stoffwechselgesundheit
Biometrie & Wearable-Gesundheitsdaten
- npj Digital Medicine- Forschung zu digitalen Gesundheitstechnologien und Wearables
- Journal of Medical Internet Research (JMIR)
- Frontiers in Physiology - Exercise Physiology
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